Auf nach China

eCommerce to China – die logistischen Grundlagen

Ein Beitrag von: Chien-Hao Hsu

eCommerce China

eCommerce to China – was etwas sperrig klingt, ist für Unternehmen weltweit mehr als nur vielversprechend. Denn: Chinas Wirtschaft boomt, und das seit Jahren unverändert souverän. Da das Land obendrein auch noch Vorreiternation der Digitalisierung ist, kollidieren zwei Trends miteinander. Der Trend zur Expansion nach China trifft auf zunehmend vernetzte Einkaufserlebnisse. Kurz: der eCommerce to China ist der Trend der Stunde.

Damit Unternehmen jedoch erfolgreich Güter nach China verkaufen können, müssen sie die grenzüberschreitende Logistik begreifen. Nicht nur bestimmte Lieferfristen wollen eingehalten werden, es gilt auch, zu wissen, welche Ware überhaupt ins Zielland eingeführt werden darf. Außerdem gibt es bestimmte Arten der Kooperation zwischen chinesischen Shoppingportalen und europäischen Brands, um eine reibungslose Logistik zu garantieren. All das skizziert der folgende Artikel.

eCommerce to China – beste Voraussetzungen

China, das Reich der Mitte, bildet einen erstklassigen Nährboden für den westlichen Handel. Seit 2016 ist das Land der weltweit größte Markt für Handelsgüter; fast die Hälfte aller chinesischen Online-Verbraucher kauft auch Importware. Dank des rasanten Aufstiegs Chinas zur Weltmacht in den letzten zwei Jahrzehnten werden chinesische Kunden immer kaufkräftiger. Das macht für viele Unternehmen – besonders europäische – die Expansion ins Reich der Mitte immer reizvoller. Auch im Urlaub zeigen sich Kunden aus dem Reich der Mitte gerne kauffreudig, was sich besonders in Österreich bemerkbar macht. Ausgaben von teilweise über 1000 Euro bei einem einzigen Einkauf sprechen eine eindeutige Sprache. Allerbeste Bedingungen also für jene, die gerade jetzt daran denken, ihren Kundenstamm zu erweitern.

Was kommt an? Was darf eingeführt werden?

Eine detaillierte Übersicht über Importprodukte aus Europa, die sich in China besonderer Beliebtheit erfreuen, findet sich hier.  Besonders beliebt sind etwa Schweizer Uhren oder deutsche Küchenutensilien. Wer nach China exportiert, muss sich darüber im Klaren sein, dass nicht jedes Produkt überhaupt die chinesische Grenze passieren darf. Grundsätzlich unterscheidet die Regierung in Peking zwischen verbotenen, beschränkten und erlaubten Handelswaren.  Genaue Definitionen sind schwierig und daher auf jeden Fall mit Experten zu beraten – alleine geraten Unternehmen sonst schnell in Probleme.

eCommerce to China kategorien

Grob gesagt gibt es folgende Kategorien:

Verbotene Handelswaren: Unter diese fallen zum Beispiel Elektrogeräte wie Kühlschränke, Drucker, Mikrowellen oder Unterhaltungselektronik. Bei tierischen Produkten ist zudem auf die in China geschützten Arten zu achten – hier ist eine genaue Auskunft unumgänglich.

Beschränkte Handelswaren: Sollen beispielsweise Genussmittel wie Alkohol oder Tabak nach China exportiert werden, ist dies nur unter bestimmten Auflagen möglich.  Diese ändern sich jedoch häufig, was auch eng mit der jeweiligen politischen Weltlage in Verbindung steht.

Erlaubte Handelswaren: Auch diese sind einer ständigen Änderung der Regulierungen unterworfen. Erlaubt ist beispielsweise der Import von Kleidung, Kraftfahrzeugen oder bestimmten Hygieneartikeln.

Diese stichwortartige Übersicht verdeutlicht vor allem eines: Gemeinposten sind schwer zu definieren. Chinas Einfuhrbestimmungen können sich besonders schnell ändern, was den eCommerce to China etwas herausfordernd macht. Sich als Unternehmer vorab genau zu informieren, ist auf jeden Fall Pflicht. Eine Übereinstimmung aller bekanntgegebenen Daten ist ebenfalls von großer Bedeutung, wobei auch abweichende Schreibweisen (etwa bei Zustelladressen) zu beachten sind.

eCommerce to China – was erwarten die Kunden?

Wer über das Internet nach China verkauft, muss im Hinterkopf behalten, dass die langen Lieferwege von Europa keinesfalls bedacht werden. Chinesische Kunden möchten ihre gekauften Güter so schnell wie möglich in den Händen halten können. Doch bevor es überhaupt so weit kommt, wollen sie alles Mögliche über ein Produkt wissen. Konträr zu heimischen Käufern reicht es ihnen nicht, zwei bis drei Fotos und einige wenige Zeilen als Informationsquelle zu haben. Chinesische Kunden wollen alles ganz genau wissen und viele verschiedene Produktbilder sehen können. Auch detaillierte Angaben zu Inhaltsstoffen, Wirkung, Herstellung und Nutzung eines Produkts sind obligat, bevor der Kunde sich für den Kauf entscheidet.

eCommerce to China Logistikmodelle

Arten des Imports

Ist der Kauf abgeschlossen, sollte die Ware möglichst zeitnah beim Endkunden angelangen. Um eine schnelle Abwicklung zu ermöglichen, sind zwei Versandarten für den Import etabliert, die kurz angerissen werden.

1.) Bonded import: Hier mietet ein Unternehmen zunächst in einer der Freihandelszonen – etwa Hongkong – Lagerfläche. Die Ware wird dort zwischengelagert und nach erfolgter Bestellung von dort aus direkt nach Mainland China geschickt. Diese Methode ist besonders bei bereits etablierten Unternehmen beliebt. Denn: die Ausfuhr bis in eine der chinesischen Freihandelszonen ist kostenintensiv.

eCommerce to China free trade

2.) Overseas Fulfillment: Dies ist besonders für Unternehmen, die gerade erst den chinesischen Markt antesten, empfehlenswert. Das Overseas Fulfillment wird von Tmall und Kaola – zwei der größten chinesischen Verkaufsplattformen – angeboten. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit zwischen einzelnen Händlern in Europa und den Plattformen. Bei dieser wird die Ware in einem Lager, welches sich nahe des Unternehmens befindet, gesammelt. Anschließend übernimmt eine der chinesischen Verkaufsplattformen, über die Händler verkaufen, die Ware und befördert sie kosteneffizient an die chinesischen Kunden. Das spart Zeit und ist weit weniger kostenintensiv als andere Arten des Imports nach China. So können auch kleinere Unternehmen erfolgreich in den eCommerce to China einsteigen!

Fazit

eCommerce to China bietet vielen Unternehmen die ideale Chance, den wachsenden Markt im Reich der Mitte zu erschließen. Gerade über das Internet werden in China immer mehr Produkte aus Europa gekauft und importiert. Manche Dinge müssen jedoch bei der Einfuhr genauer beachtet werden als in anderen Ländern. Auch die Logistik will gut überlegt und genau geplant sein, wenn die Expansion nach China gelingen soll.

Die ZEEVAN GmbH bietet seit 2015 eCommerce-Lösungen für den chinesischen Markt. Vor dem Markteintritt unterstützen wir unsere Kunden mit qualitativen Marktrecherchen und intensiver Beratung. Außerdem informieren wir umfassend über die logistischen Möglichkeiten und optimalen Verkaufsplattformen. In der Umsetzung übernimmt unser Operations-Team das Vertragsmanagement, logistische Unterstützung sowie Web-Development, Social Media Marketing und B2C-Channel-Management. ZEEVAN liefert damit einen umfassenden One-Stop-Service für den erfolgreichen Markteintritt nach China. Sind auch Sie daran interessiert, nach China zu expandieren? Kontaktieren Sie uns noch heute für ein unverbindliches Erstgespräch!

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Chien Hao Hsu

Über den Autor & eCommerce Experten

Chien-Hao Hsu unterstützt zusammen mit seinem Expertenteam europäische KMUs bei dem Eintritt in den chinesischen eCommerce Markt. Neben seinem Bachelor für Sinologie und Philosophie an der Universität Wien ist Chien-Hao auch akkreditierter eCommerce Management Experte bei der Werbeakademie Wien. Sein beruflicher Werdegang startete Chien-Hao als freiberuflicher Unternehmensberater für die österreichische Telekommunikationsbranche.

Mit Gründung der ZEEVAN GmbH wird er zum exklusiven Alibaba Global Service Partner sowie zum Exportberater für die Plattformen Tmall, JD Worldwide, WeChat Store, Taobao Global und Kaola. Neben seiner Leidenschaft für eCommerce interessiert sich Chien Hao auch für die Themen Data-Driven Marketing, Artificial Intelligence im eCommerce, Big Data und Social Commerce.

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